Monday, 19 November 2018

Recycling-Schals aus indischen Seiden-Saris

Für diese Schals werden getragene Saris gereinigt und neu vernäht. Es gibt sie breit oder schmal und als Loop-Schal mit dem bezeichnenden Namen Infinity. Aus einem Sari entstehen so zwei bis vier Schals. Jeder Schal verkörpert ein Stück der Lebensgeschichte der Sariträgerin. Keiner ist wie der andere und jeder ist ein Unikat. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Farben und Mustern, die teilweise von Hand mit Stempeln aufgedruckt wurden. Man findet neben einfachen Ornamenten auch figürliche Darstellungen, in denen sich vielleicht die indische Götterwelt widerspiegelt und die uns von der faszinierenden indischen Kultur träumen lassen. Alle diese Schals sind aus feiner Seide. Der Seidenglanz lässt die Farben besonders kräftig leuchten und die Seide trägt sich angenehm auf der Haut.

 

 

 

Seide ist eine Naturfaser, die schon seit sehr langer Zeit genutzt wird und schon früh nach Europa importiert wurde (daher auch der Name „Seidenstraße“ für Handelswege Richtung Asien). Bald gab es auch in Frankreich und Italien Seidenzucht. Darüber kann man oft in den dortigen Heimatmuseen Interessantes finden (Tipp für verregnete Urlaubstage!). Die Seide wird von der Raupe des Maulbeerspinners erzeugt. Die Raupe spinnt sich in den Faden ein, dadurch entsteht der Seidenkokon. Nach ca. 10 Tagen schlüpft daraus der Schmetterling. Zur Seidengewinnung wickelt (haspelt) man den Seidenfaden vom Kokon ab, er kann ununterbrochen 800 – 900m lang sein (insgesamt enthält der Kokon 3000 – 4000 m Faden). Um den „unendlichen“ Faden zu gewinnen, ist es leider notwendig, das Tier zu töten bevor es schlüpft, sonst würde der Faden zerstört. Deshalb lehnen viele Tierschützer das Verwenden von Haspel-Seide ab. Zum Glück können auch kaputte Kokons zur Seidenherstellung genutzt werden – es werden dann kürzere Faserstücke zu sogenannter Schappeseide versponnen. Diese fallen auch bei der Gewinnung von Haspelseide an, deshalb entsteht als Nebenprodukt immer auch Schappeseide. Sie hat ebenfalls den schönen Seidenglanz,  ist aber weniger fein. Aus den ganz kurzen Fasern und Abfallstücken entsteht die Bouretteseide, die eine ungleichmäßige, knotige Struktur hat und nicht glänzt. Sie gilt als besonders hautfreundlich. Bei Hautnah finden Sie z.B. Babybodies aus ungefärbter Bio-Bouretteseide der Schweizer Firma Alkena,  die besonders für Säuglinge mit sehr empfindlicher Haut eine Wohltat sind. Hier ist der gesamte Herstellungsprozess Bio-zertifiziert, was insbesondere den Anbau der Maulbeerpflanzen betrifft, deren Blätter das Futter für die Seidenraupen sind.

Fürs Frühjahr finden Sie bei Hautnah nicht nur Seide, sondern auch wunderschöne Modelle aus Leinen, Baumwolle und Hanf. Neu im Sortiment ist dieses Jahr die Marke Madness mit angenehmen Leinenkleidern, -blusen und -hosen und Hanf/Baumwolle-T-Shirts. madness-online.de

Für Babies gibt es neu die Marke loud + proud – ein junges deutsches Label, das sich ganz auf farbenfrohe Produkte aus Bio-Baumwolle konzentriert mit Herstellung komplett in Deutschland. Über das Selbstverständnis von loud + proud steht auf deren Homepage:

Der Name ist Synonym für die „lauten“ Kinder und die „stolzen“ Eltern. loud + proud steht für maßvolles, nachhaltiges Handeln mit Rücksicht und Respekt. loud + proud Kinderkleidung kann die Spielregeln des Weltmarktes nicht verändern. Da heutzutage aber jeder Konsument globale Verantwortung trägt, kann loud + proud eine konkrete Alternative anbieten, einen Beitrag für einen nachhaltigen Umgang mit Mensch und Natur zu leisten. loud-proud.com

 

Für Menschen, die sich für indischen Tanz interessieren, möchte ich den Kontakt zu Lalitha Devi empfehlen. Sie lebt in Kressbronn, ist Diplom-Tänzerin und Tanzpädagogin für indischen Tanz. www.lalitha-devi.de